In 12 Schritten die eigene Website erstellen – Teil 2: WordPress Einstellungen und das Theme

von 11. August 2017Website, WordPress

Du willst deine eigene Website erstellen, weißt allerdings nicht wie? Kein Problem! In dieser Projektreihe schauen wir uns alle wichtigen Punkte an.
Im zweiten Teil geht es um wichtige WordPress Einstellungen. Außerdem installieren wir ein Theme für das Design.

Nachdem wir uns im letzten Beitrag angeschaut haben, welche Vorbereitungen zum Erstellen einer WordPress Website notwendig sind, zeige ich dir in diesem Beitrag wichtige WordPress Einstellungen. Außerdem wählen entscheiden wir uns für ein Design deiner Website und installieren ein entsprechendes Theme.

Am Ende des heutigen Beitrages hast du alles soweit vorbereitet, dass wir uns nächste Woche anschauen, wie du denn deine Website mit Inhalt füllst.

Wie auch schon im ersten Teil dieser Projektreihe geschrieben, dienen diese Beiträge dem Überblick und das du schon einmal loslegen kannst.
Die einzelnen Punkte schauen wir uns in den kommenden Wochen natürlich nochmal ausführlich an.

Solltest du Fragen zu bestimmten Fachbegriffen haben, kannst du ganz einfach in diesem Beitrag nachschauen. Dort haben wir die wichtigsten Begriffe erklärt.

Doch nun zurück zu den WordPress Einstellungen.
Vorab noch einen Hinweis dazu: Jeder hat natürlich seine eigenen Vorlieben, was die Einstellungen angeht. Mit diesen Beiträgen zeige ich dir meine persönliche Vorgehensweise, mit welcher ich soweit immer die besten Ergebnisse erzielt habe. Dieser Beitrag erschien zuerst auf osirius.de.

Eine kurze Übersicht über das WordPress Backend

Nachdem du im letzten Teil WordPress auf dem Server deines Hosting Anbieters installiert hast, musst du dich nun in das Backend der Software einloggen.
Das Backend ist quasi die Schaltzentrale von WordPress. Hier kannst du sämtliche WordPress Einstellungen vornehmen und deine Website mit Inhalt füllen und verwalten.

Wie kann ich mich in WordPress einloggen?

Um dich in WordPress einloggen zu können, musst du wie folgt vorgehen.
Als erstes gibst du den Namen der Website in den Browser deiner Wahl ein. Doch bevor zu auf Enter klickst, fügst du noch “/wp-admin” hinter die Domain. Das sollte dann so aussehen:

meinedomain.de/wp-admin

Drückst du nun Enter erscheint das Login Fenster. In diesem gibst du den Benutzernamen und das Passwort ein, welche du während der Installation festgelegt hast.
Nun noch ein Klick auf Anmelden und schon bist du im Backend deiner WordPress Installation angekommen.

Der Aufbau vom Backend

Damit du dich schnell zurecht findest im Backend und alle WordPress Einstellungen vornehmen kannst, vorab ein schneller Überblick, wo du was findest. Wie schon geschrieben, schauen wir uns in den kommenden Wochen alles im Detail an.

Grundsätzlich ist das Backend in drei Bereiche aufgeteilt:

  • Admin Leiste oder Werkzeugleiste: Hier findest du Schnellzugriffe zu wichtigen Funktionen. Zum Beispiel kannst du durch Klick auf das Haus am linken Ende der Admin Leiste direkt zu deiner Website gelangen. Jenachdem, mit welchen Funktionen du deine Website später erweiterst, kann sich auch die Werkzeugleiste ändern. Am Anfang ist diese jedoch noch nicht zu wichtig, weshalb wir sie vorerst weniger beachten.
  • Admin-Menü: Auf der linken Seite findest du das Admin-Menü. Darüber hast du Zugriff auf alle Funktionen deiner Website. Du kannst also zu allen WordPress Einstellungen gelangen oder den Bereich aufrufen, in welchem du neue Seiten anlegst oder Beiträge veröffentlichst. Auch das Menü wird sich je nach installierten Plugins und Funktionen ändern.
  • Dashboard: Loggst du dich in das Backend ein, so erscheint als aller erstes das Dashboard. Im Dashboard bekommst du einen Überblick über alles, was auf deiner Website so passiert. Dieser große Bereich ändert sich, sobald du einen anderen Menüpunkt aufrufst.

osirius WordPress Webdesign WordPress Einstellungen das WordPress Backend

Ein kleiner Tipp: Solltest du einmal gewisse Funktionen, welche ich dir erkläre, nicht finden können, so sind diese oftmals einfach noch nicht aktiv. Um dies zu ändern klickst du einfach oben rechts auf Ansicht anpassen. Im sich nun öffnenden Fenster kannst du alle Funktionen die du brauchst auswählen oder entsprechend auch einzelne Bereiche deaktivieren um einen besseren Überblick zu bekommen.
Gleich daneben findest du auch einen Hilfebereich, welcher vor allem am Anfang sehr zu empfehlen ist. Einfach diesen Bereich aufklappen und dir sofort angezeigt, was du auf der jeweiligen Seite machen kannst.

Jetzt hast du einen groben Überblick über das Backend. Zeit, dass wir uns um die WordPress Grundeinstellungen kümmern 😉

4 – Wichtige WordPress Einstellungen

Damit deine Website später professionell und erfolgreich wird, sind gewisse Einstellungen der WordPress Software notwendig.

WordPress Grundeinstellungen

Als erstes schauen wir uns ein paar Grundeinstellungen an. Dazu gehst du im Menü auf EinstellungenAllgemein.

osirius WordPress Webdesign WordPress Einstellungen Grundeinstellungen

Seitentitel und Untertitel

Ganz oben, im Feld “Seitentitel”, kannst du deiner Website einen Titel geben. Zum Beispiel kann das der Name deines Unternehmens, deiner Marke oder deines Vereins sein.
Normalerweise solltest du den Seitentitel schon während der Installation von WordPress vergeben haben. Doch kannst du dies hier auch einfach wieder ändern.

Darunter siehst du den Bereich “Untertitel” mit dem Text “Eine weitere WordPress-Website”. Dies ist zum Beispiel für eine Tagline oder Erklärung deiner Website in wenigen Worten gedacht.

Tipp: Der Untertitel wird gerne übersehen und es wirkt unprofessionell, wenn du den Standardtext nicht abänderst. Der Grund ist, dass Seiten- und Untertitel in den Google Suchergebnissen angezeigt werden.

Sprache der Website

Mit nur einem Klick kannst du die Sprache deiner WordPress Installation anpassen. Hast du zum Beispiel während der Installation die falsche Sprache ausgewählt oder arbeitest zu in einem internationalen Team, kannst du hier die entsprechende Sprache auswählen.

Was dies natürlich nicht macht ist, all deine Beiträge und Seiten zu übersetzen. Hier geht es lediglich um die Systemsprache von WordPress. Um den Inhalt deiner Website in eine andere Sprache zu übersetzen oder sie mehrsprachig zu machen, musst du andere Einstellungen vornehmen. Das ist jedoch Part eines weiteren Beitrages.

Zeitzone

Nun solltest du noch schauen, dass die Zeitzone auch richtig eingestellt ist. Das wird später wichtig, wenn du zum Beispiel Beiträge in einem Blog veröffentlichen willst.

Auch kannst du hier noch weitere Einstellungen bezüglich dem Datums- und Zeitformates vornehmen. Wähle einfach das aus, was in deinem Fall das Richtige ist.

Sichtbarkeit für Suchmaschinen

Die nächste wichtige WordPress Einstellung findest du im Bereich EinstellungenLesen. Hier findest du ganz unten den Punkt “Sichtbarkeit für Suchmaschinen”.

Dieser Punkt ist dafür gedacht, dass du zum Beispiel Google mitteilen kannst, dass deine Website nicht in den Suchergebnissen auftauchen soll. Doch in der Regel willst du natürlich, dass deine Website auch bei Google auftaucht.

Grundsätzlich solltest du deswegen darauf achten, dass hier kein Haken in dem entsprechenden Feld gesetzt wird.

Permalinks

Als nächstes kommen wir zu den Permalinks. Die Einstellungen dafür findest du unter EinstellungenPermalinks. Was du hier machen kannst ist, die Struktur der URLs festzulegen.

Erstellst du eine neue Seite oder einen neuen Beitrag, erstellt WordPress automatisch eine passende und einmalige URL.Doch muss WordPress natürlich wissen, wie diese URL aussehen soll.
In den Permalink Einstellungen hast du verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl, oder kannst deine ganz eigene Struktur festlegen.

osirius WordPress Webdesign WordPress Einstellungen Permalinks

Was ich dir hier empfehlen kann, ist dass die Links zu deinen Seiten und Beiträgen so einfach wie möglich zu lesen und schreiben sind.
Zum einen macht es das einfacher für deiner Leser und Kunden, denn sie müssen sich zum Beispiel keine komplizierte Zahlenkombination merken.
Zum anderen ist dies jedoch auch wichtig für die Suchmaschinenoptimierung (SEO). Wieso das genau ist schauen wir uns zu einem späteren Zeitpunkt an.

Deshalb empfehle ich dir, die Einstellung “Beitragsname” zu verwenden. Dadurch wird die automatisch generierte URL zum Beispiel so aussehen:

meinedomain.de/mein-neuer-beitrag

Das ist einfach zu verstehen und leicht zu merken.

Löschen von Platzhaltern

Ein weiterer Punkt, welchen ich gerne bei neuen WordPress Installationen vornehme ist, alle Platzhalter und Beispiele des WordPress Systems zu löschen.
Das hat den gleichen Grund, wie schon weiter oben beim Untertitel deiner Website.

Die Standard Platzhalter findest du hier.

  • BeiträgeAlle Beiträge: Hier findest du einen Beitrag, der sich “Hallo Welt!” nennt.
    osirius WordPress Webdesign WordPress Einstellungen Beiträge
  • SeitenAlle Seiten: Die Seite, welche du hier findest, nennt ich “Beispiel-Seite”
    osirius WordPress Webdesign WordPress Einstellungen Seiten
  • Kommentare: Du findest hier einen Kommentar vom WordPress-Kommentator
    osirius WordPress Webdesign WordPress Einstellungen Kommentare
  • DesignWidgets: Im Bereich “Blog-Seitenleiste” findest du einige Widgets, welche beispielhaft schon angelegt sind. Du kannst diese löschen, indem du auf den jeweiligen Pfeil klickst und anschließend auf löschen.
    osirius WordPress Webdesign WordPress Einstellungen Widgets
    osirius WordPress Webdesign WordPress Einstellungen Widgets löschen

Gerne kannst du dir natürlich anschauen, wie die einzelnen Funktionen aufgebaut sind. Da geben dir die Platzhalter schon einen guten Hinweis und ein paar Tipps. Les dir das auf jeden Fall durch!
Anschließend empfehle ich dir jedoch, diese Texte und Platzhalter zu löschen.

In den nächsten Wochen schauen wir uns im Detail an, wie du deine Website selbst mit Inhalt füllen kannst.

Löschen von Plugins

Genau wie bei den Platzhalter Texten, sind auch schon zwei Plugins vorinstalliert. Diese empfehle ich dir ebenfalls zu löschen. Die Plugins findest du im Menüpunkt PluginsInstallierte Plugins.

osirius WordPress Webdesign WordPress Einstellungen Plugins

  • Hello Dolly: Dieses Plugin ist mehr ein Gag und es bringt dir keinen wirklichen nutzen. Aktiviere es doch einfach mal und sieh selbst was passiert 😉
  • Akismet Anti-Spam: Bei diesem Plugin handelt es sich um eine Anti-Spam Funktion für deinen Blog und die Kommentarfunktion. Doch rate ich dir dringend davon ab, dieses Plugin zu nutzen! Der Grund ist, dass es nicht (oder nur mit viel Aufwand) den deutschen Datenschutzbestimmungen entspricht. Deshalb solltest du es auf keinen Fall nutzen. Doch keine Sorge, natürlich gibt es dafür sichere Alternativen. Zum Beispiel das sehr gute “Antispam Bee”.

Nun sind erst einmal alle wichtigen Grundeinstellungen vorgenommen. Um größere Verwirrungen zu vermeiden, schauen wir uns alle weiteren WordPress Einstellungen an, sobald wir zu den entsprechenden Punkten kommen.

5 – Theme auswählen und installieren

Nachdem wir alle wichtigen WordPress Einstellungen vorgenommen haben, gibt es nun endlich auch ein klein wenig zu sehen. Als nächstes geht es nämlich um das Design deiner Website – dem sogenannten Webdesign.

WordPress macht es dir dabei besonders einfach. Denn anstatt satt du anfangen musst zu programmieren, kannst du das Design ganz einfach über so genannte Themes anpassen. Das macht die Gestaltung einer Website zum Kinderspiel.

Von WordPress mitgelieferte Themes

Von Haus aus liefert WordPress schon ein paar wirklich gute Themes mit. Diese sind direkt von den Entwicklern von WordPress erstellt worden und entsprechen somit hoher Qualität.
Es spricht also nichts dagegen, eines dieser Themes auszuwählen. Vor allem das “Twenty Seventeen” Theme find ich persönlich sehr gelungen.

Doch solltest du dir bewusst sein, dass die mitgelieferten Themes weit verbreitet sind. Es kann also häufiger vorkommen, dass du auf eine Website stößt, die genau gleich aussieht.
Für den professionellen Bereich empfehle ich dir, ein Premium Theme zuzulegen oder ein individuelles Design anfertigen zu lassen.

Kostenlose Themes

Im Internet wirst du viele weitere kostenlose Themes finden. Such ganz einfach nach “kostenloses WordPress Theme”.
Oftmals bieten zum Beispiel Hersteller von Premium Themes einige freie Themes an um ihre kostenpflichtigen Produkte zu promoten.

Aber bitte sei vorsichtig, wenn du ein kostenloses Theme verwendest. Gerade weil die Themes kostenlos sind und somit gerne g